Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Auch beim zweiten Durchgang des Aufrufs „KommunalerKlimaschutz.NRW“ war das Interesse groß. Die Vielfalt der eingereichten Strategien zeigt, wie abwechslungsreich die Hebel in den Kommunen für effektiven Klimaschutz sind. Wir sind auf dem richtigen Weg, wenn wir die Städte, Gemeinden und Kreise bei der Umsetzung ihrer lokalen Klimaschutzprojekte unterstützen.“
Rund zehn Millionen Euro können die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Stadt Bochum zur Umsetzung ihrer Vorhaben im Bereich der „Emissionsfreien Innenstädte“ erhalten. Ziel der Projekte ist, Treibhausgas-Emissionen und Schadstoff-Belastungen in den Innenstädten zu verringern. Dazu wollen beide Städte das Fahrradfahren deutlich attraktiver gestalten, um den motorisierten Verkehr im Innenstadtbereich zu reduzieren. Bochum setzt dabei unter anderem auf sogenannte „geschützte“ Radwege und den Umstieg von Paketzustellern auf Lastenräder. Düsseldorf plant zudem die städtische Fahrzeugflotte zu elektrifizieren. Um die Lieferverkehre zu reduzieren, sollen zudem Waren für den Innenstadtbereich zunächst am Stadtrand gebündelt werden.
Bei den weiteren elf Projekten steht die energetische Sanierung von Gebäuden wie Schulen, Sporthallen, Schwimmbädern und Bürgerhäusern im Fokus. Die Maßnahmen umfassen neben der Dämmung von Fassaden und Dächern auch den Einbau energieeffizienter Heizungen und den Wärmepumpen. Zudem sollen digitale Anwendungen die Energieeffizienz steigern. Weiteres Ziel ist, die klimafreundliche Mobilität zu fördern beispielsweise mit dem Ausbau von Radwegen, Einsatz von E-Fahrzeugen in kommunalen Fuhrparks und zusätzlichen Ladestationen.
Für die Umsetzung der Projekte der 17 Gewinnerkommunen des zweiten Projektaufrufs „KommunalerKlimaschutz.NRW“ stehen insgesamt rund 60 Millionen Euro aus Landesmitteln und aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung, hinzu kommt der Eigenanteil der Kommunen.
Projekt-Kurzbeschreibungen
Stadt Bochum: Im Fokus steht die Stärkung des Radverkehrs. Verschiedene Pendlerstrecken zur Innenstadt werden aufgewertet, beispielsweise mit geschützten Radfahrstreifen, sogenannten Protected Bike Lanes. Ziel ist, den bisher relativ geringen Radverkehr der Stadt deutlich zu erhöhen. Dazu soll auch der Umstieg der Paketdienstleister auf Lastenräder beitragen. Das Projekt wird von einer breiten Kommunikationskampagne begleitet.
Stadt Düsseldorf: Das Vorhaben soll die Pkw-Verkehre im Innenstadtbereich deutlich reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wird das Fahrradfahren für Bürgerinnen und Bürger der Stadt attraktiver gestaltet. Ein einfacher Umstieg auf die Verkehrsmittel des Umweltverbundes, zum Beispiel durch „Bike and Ride“-Stationen, soll Berufspendlern den Verzicht auf den eigenen Pkw für die tägliche Fahrt zur Arbeit erleichtern.
Stadt Lichtenau: Im Vordergrund steht die energetische Sanierung der Realschule, um CO2-Emissionen zu verringern. Die Schule soll mit Strom aus regenerativen Energien versorgt werden. Darüber hinaus können Jugendliche erste Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen machen. Für den Transport von Sportvereins-Mitgliedern soll künftig ein E-Jugendmobil eingesetzt werden.
Gemeinde Kürten: Mit nachhaltigen und klimaschonenden Baustoffen will die Gemeinde ihre Gesamtschule grundlegend sanieren. Weitere Maßnahmen sind energieeffiziente Lüftungsanlagen, LED-Beleuchtung und das Nutzen von gering verschmutztem Abwasser, sogenanntem Grauwasser z.B. für Sanitäranlagen. Außerdem soll das Schulhofgelände, zum Teil entsiegelt werden, damit mehr Regenwasser versickern kann.
Stadt Oberhausen: Geplant ist, in den Lehrschwimmbädern innovative Technik zu installieren und das Energiemanagement zu digitalisieren. Die Modernisierung des Gebäudes umfasst die Dämmung der Außenwände und den Einsatz von Solarthermie-Anlagen für die Wärmeerzeugung.
Gemeinde Sonsbeck: Mit der energetischen Sanierung einer Grundschul-Sporthalle will die Gemeinde nachhaltig CO2 eingespart. Zudem soll der Radverkehr gefördert werden, indem Teile der Strecke erneuert werden. Mit einer „Klimaolympiade“ und Klimastationen auf dem Schulhof, soll für das Thema sensibilisiert werden.
Gemeinde Metelen: Für die klimaschonende Energieversorgung des Bauhofs will die Gemeinde in Zukunft den Heckenschnitt nutzen, um eine Holzhackschnitzelanlage zu befeuern. Der Bauhof selbst soll energetisch ertüchtigt werden. Außerdem werden die E-Fahrzeuge des Bauhofs zu künftig ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien fahren.
Stadt Lohmar: Die Mehrzweckhalle „Forum Wahlscheid“ soll umfassend energetisch saniert und zu einem klimafreundlichen Veranstaltungsort entwickelt werden. Weitere Maßnahmen sind die Stärkung des Radverkehrs sowie Bildungsangebote in Zusammenarbeit mit einer nahegelegenen Naturschule.
Kreis Lippe: Das Kreishaus Lippe soll so saniert werden, dass es zum Passivhaus wird und damit keine klassische Gebäudeheizung mehr benötigt. Weitere Bausteine sind ein digitales Energiemanagement, die Ausstattung des Fuhrparks mit Elektrofahrzeugen und Mobilstationen – also das Verknüpfen mehrerer Verkehrsmittel an einem Ort, wie E-Bikes, Carsharing und ÖPNV – im Umkreis von Detmold.
Gemeinde Kall: Rathaus und Hallenbad sollen energetisch modernisiert und mit regenerativem Strom aus Photovoltaik- und Biogasanlagen versorgt werden. Um klimafreundliche Mobilität zu fördern, werden u.a. Radwegen ausgebaut. Damit Überschwemmungen vorgebeugt wird, will die Gemeinde die Außenfläche des Schwimmbades so umgestalten, dass sie als Überflutungsfläche dient.
Gemeinde Ruppichteroth: Die Modernisierung der Sport- und Veranstaltungshalle umfasst die energetische Sanierung und das Erneuern von Anlagentechnik und Beleuchtung. Außerdem will die Gemeinde den Radverkehr stärken und Bildungsmaßnahmen zum Klimaschutz durchführen.
Stadt Erkrath: Das Bürgerhaus soll mithilfe neuer Gebäudetechnik und einer Wärmeschutzverglasung energieeffizienter werden. Außerdem sollen Bürgerinnen und Bürger an einer Simulation erleben, wie erneuerbare Energien beispielsweise für den Betrieb von Ladesäulen für E-Autos oder den Eigenbedarf genutzt werden können.
Stadt Schloß Holte-Stukenbrock: Eine innovative Energiezentrale aus Blockheizkraftwerk, Wärmepumpe und Photovoltaikanlage soll zukünftig die Energie- und Wärmeversorgung der Grundschule sicherstellen. Zudem wird die Sanierung den Wärmebedarf reduzieren. Um Schülerinnen und Schüler u.a. die Möglichkeiten der regenerativen Energieversorgung zu vermitteln, ist ein Klimalehrpfad geplant.
Quelle: Webseite MWIDE
Hintergrund:
Der Projektaufruf „KommunalerKlimaschutz.NRW“ wurde bereits zum zweiten Mal durchgeführt und richtet sich an Kommunen, die ein integriertes Klimaschutzkonzept erarbeitet oder am European Energy Award teilgenommen haben. Die Projekte erhielten eine Empfehlung zur Umsetzung durch die unabhängige Jury. In der nun startenden Qualifizierungsphase werden die Gewinnerkommunen ihre Strategien weiterentwickeln. Am Ende dieses Prozesses können sie eine Förderung für konkrete Maßnahmen beantragen. Erst dann kann die genaue Förderhöhe ermittelt werden. Im Operationellen Programm EFRE NRW stehen in der Periode 2014-20 insgesamt rund 1,2 Milliarden EU-Mittel für die Förderung von Innovation, kleinen und mittleren Unternehmen, Klimaschutz und Stadtentwicklung zur Verfügung.
Weitere Informationen
http://www.efre.nrw.de/wege-zur-foerderung/klimaschutzwettbewerbe/kommunalerklimaschutznrw-2-aufruf/
http://www.leitmarktagentur.nrw/klimaschutz/kommunalerklimaschutz
Die KlimaExpo.NRW und das NRW-Umweltministerium laden Sie gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW zur Exkursion zum Thema „Klimafolgenanpassung in Ostwestfalen-Lippe“ ein. Als Follow-Up zum Regionalforum zur Klimafolgenanpassung in OWL unter dem Motto „Hochwasser, Starkregen, Hitze [&] Stürme – Was kommt auf OWL zu?“, stellen wir im Rahmen der Bus-Exkursion Best Practice-Projekte aus der Region vor und präsentieren sowohl Herausforderungen als auch konkrete Lösungsansätze und Visionen direkt vor Ort.
Die Exkursion findet statt am
30.10.2018 von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Abfahrtsort ist der Hauptbahnhof Bielefeld
Die Teilnehmer erwarten die Themen Stadtbegrünung, Renaturierung sowie Hochwasser- und Starkregenschutz. Dafür werden Maßnahmen der Stadt Bielefeld sowie der Stadt Gütersloh von den kommunalen Projektverantwortlichen präsentiert. In Gütersloh ergänzt das Unternehmen Topocare die Ausführungen. Mit dem Einsatz von innovativen Geotextilschläuchen ermöglicht das Unternehmen Vorkehrungen für Hochwassersituationen.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Zur Anmeldung gelangen Sie hier.
Die Veranstaltung wird klimaneutral durchgeführt.
Stellenangebote Information Mitarbeiter/in für das Projekt „Klimaschutz in den Regionen“ als regionale/r Klimanetzwerker/in in der Region MünsterlandDie EnergieAgentur.NRW arbeitet im Auftrag der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen als operative Plattform mit breiter Kompetenz im Energiebereich: von der Energieforschung, technischen Entwicklung, Demonstration und Markteinführung über die Energieberatung bis hin zur beruflichen Weiterbildung. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir ab sofort eine/n
Mitarbeiter/in
für das Projekt „Klimaschutz in den Regionen“
als regionale/r Klimanetzwerker/in
in der Region Münsterland – Kennziffer 2018/13 –
Ihre Aufgaben
- Direkte Ansprache von Akteuren zentraler Zielgruppen (Unternehmen, Kommunen, BürgerInnen)
- Vermittlung von Angeboten des Landes, der EnergieAgentur.NRW, des Bundes
- Herausarbeitung von Handlungsbedarfen und Erstellen eines Profilkonzeptes für einen erfolgreichen Klimaschutz in der Region
- Enge Zusammenarbeit/Regelmäßiger Austausch mit klimarelevanten regionalen Akteuren mit dem Ziel einer regionalen Transparenz über Aktivitäten in diesem Themenbereich
- Unterstützung bei der Entwicklung regionaler Energieprojekte in Kooperation mit den Leistungsanbietern und Projektträgern vor Ort
- Aufbau und Unterstützung energieorientierter Netzwerke und Kooperationen
- Organisation und Durchführung von regionalen (Fach-)Veranstaltungen
- Initiierung, Konzeptionierung und Moderation von Netzwerken
- Bedarfsgerechte Aufarbeitung von Informationen (Broschüren, Leitfäden, Internet, Social Media)
- Wissensvermittlung
Unsere Erwartungen
- Abgeschlossenes Studium
- Kenntnisse im Bereich des regionalen und kommunalen Klimaschutzes- und der Klimaanpassung
- Erfahrung in der Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit
- Gute Kommunikationsfähigkeit, Moderationserfahrung, sicheres und überzeugendes Auftreten
- Gute Fähigkeit Texte anschaulich und sicher zu formulieren
- Erfahrung in Projektsteuerung und –abwicklung
- Strukturiertes Arbeiten / Selbstorganisation
- Führerschein Klasse B
Bei dieser Position handelt es sich um eine zunächst zeitlich befristete Stelle bis zum 31.12.2020. Die Tätigkeit wird nach einer Einarbeitungszeit vom Standort in Münster durchgeführt. – Bei internen Bewerbern mit unbefristetem Arbeitsverhältnis bleibt dieses unverändert bestehen. – Wir bieten eine leistungsgerechte Bezahlung in einem interessanten Umfeld. Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen schicken Sie bitte bis zum 31.10.2018 – unter Angabe des frühestmöglichen Eintrittstermins sowie der Gehaltsvorstellung unter der o. g. Kennziffer – an folgende E-mail Adresse: bewerbung@energieagentur.nrw.de.
EnergieAgentur.NRW, H. Dr. Baumann / H. Schneider, Roßstraße 92, 40476 Düsseldorf
Herr Dr. Frank-Michael Baumann
Geschäftsführung, Manager des Clusters Energiewirtschaft.NRW
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0211 8664211, 0209 1672801
baumann@energieagentur.nrw
Herr Dipl.-Ing. Lothar Schneider
Geschäftsführung
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0202 2455212
schneider@energieagentur.nrw
Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 – 8371930.
Berlin, 1. Oktober 2018. Die Förderung von Klimaschutzprojekten in Kommunen wird zum 1. Januar 2019 erheblich ausgeweitet. Vor allem in den Bereichen Mobilität, Abfall, Abwasser und Trinkwasserversorgung werden mit der novellierten Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums (BMU) neue Fördermöglichkeiten geschaffen. Zudem können künftig mehr kommunale Akteurinnen und Akteure als bisher von den Zuschüssen profitieren.
Was sich jetzt ändert – das Wichtigste in Kürze:
- Breit aufgestellt: Betriebe ab einer 25-prozentigen kommunalen Beteiligung sind jetzt ebenso antragsberechtigt wie Wasserwirtschaftsverbände, kommunale Entsorgungsunternehmen, Energieberaterinnen und -berater sowie Netzwerkmanagerinnen und -manager. Unternehmen können für alle Förderschwerpunkte Anträge stellen.
- Praktisch orientiert: Die Richtlinie ist deutlich umsetzungsorientierter. Künftig können zum Beispiel Kommunen eine Personalstelle für das Klimaschutzmanagement zeitgleich mit einem Klimaschutzkonzept beantragen. So kann die neue Klimaschutzmanagerin oder der neue Klimaschutzmanager Maßnahmen direkt umsetzen, die er oder sie im Konzept festschreibt. Außerdem werden nun Fokusberatungen gefördert, in deren Rahmen jeweils bereits eine erste Klimaschutzmaßnahme umgesetzt wird.
- Gut angelegt: Künftig können sich kommunale Akteurinnen und Akteure investive Klimaschutzmaßnahmen in vielen weiteren Bereichen fördern lassen: etwa neue Fahrradwege, eine intelligente Verkehrssteuerung, emissionsarme Vergärungsanlagen, Energieeffizienzmaßnahmen in Klär- und Trinkwasserversorgungsanlagen sowie Sammelplätze für Grünabfälle.
- Strategisch verankert: Um gemeinsam Maßnahmen und Projekte zum Klimaschutz zu entwickeln, können sich Akteurinnen und Akteure in kommunalen Netzwerken austauschen. Beim Aufbau und der Pflege solcher Netzwerke greift die Förderung im Rahmen der Kommunalrichtlinie ebenso wie bei der Einführung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems, der Erstellung einer Potenzialstudie und vielen weiteren strategischen Maßnahmen.
Bewährte Maßnahmen wie die Sanierung der Straßen- und Hallenbeleuchtung sind auch in Zukunft über die Kommunalrichtlinie förderfähig. Künftig gelten höhere Anforderungen an die Energieeffizienz. und die Förderung ist fortan technologieneutral gestaltet. Finanzschwache Kommunen, Bildungsträger und Sportvereine profitieren auch weiterhin von erhöhten Förderquoten.
Anträge im Rahmen der neuen Kommunalrichtlinie können ab dem 1. Januar bis zum 31. März 2019 und vom 1. Juli bis zum 30. September 2019 beim Projektträger Jülich (PtJ) eingereicht werden. Die Richtlinie ist bis Ende des Jahres 2022 gültig. Bei Fragen rund um die Kommunalrichtlinie berät das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) im Auftrag des BMU unter 030 39001-170 sowie per E-Mail unter skkk@klimaschutz.de.
Mit der Kommunalrichtlinie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das BMU seit 2008 Klimaschutzmaßnahmen in Kommunen – und das sehr erfolgreich. Rund 12.500 Projekte in mehr als 3.000 Städten, Gemeinden und Landkreisen haben bis Ende 2017 von der Förderung profitiert. Fördergelder in Höhe von rund 560 Millionen Euro haben bundesweit zusätzliche Investitionen in den Klimaschutz in Höhe von 908 Millionen Euro ausgelöst.
Weiterführende Links:
• Weitere Informationen finden Sie unter
www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie.
• Informationen zur Antragstellung beim Projektträger Jülich finden Sie hier.
Quelle: www. Klimaschutz.de
Das Team der PlattformKlima.NRW steht ihnen für Fragen gerne zur Verfügung.
Bundesumweltministerium zeichnet 19 Kommunen als Spitzenreiter im Klimaschutz ausDie Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU) Rita Schwarzelühr-Sutter verleiht heute auf der Konferenz „Masterplankommunen: Vorbilder für den Klimaschutz“ 19 Kommunen eine Plakette als Auszeichnung für ihr vorbildliches Engagement im Klimaschutz.
Mit der „Masterplan-Richtlinie“ fördert das Bundesumweltministerium seit 2012 Klimaschutz in Kommunen. Die sogenannten „Masterplankommunen“ wollen bis 2050 ihre Treibhausgasemissionen um 95 Prozent gegenüber 1990 senken und den Endenergieverbrauch im gleichen Zeitraum halbieren. Ganz konkret geschieht dies zum Beispiel über die Umstellung der kommunalen Energieversorgung, klimafreundliche Konzepte für den öffentlichen Nahverkehr oder die Einführung einer klimaneutralen Stadtverwaltung.
Schwarzelühr-Sutter: „Ich finde es beeindruckend, wie viele verschiedene Maßnahmen in den Masterplankommunen in den vergangenen Jahren umgesetzt worden sind. Klimaschutz vor Ort leistet so viel: Er bringt Menschen zusammen, verbessert die Lebensqualität in Städten und Gemeinden, fördert die Wirtschaft und die örtlichen Unternehmen. Wir brauchen das Engagement der Kommunen, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen.“
Ausgezeichnet werden die folgenden Kommunen, Städte, Gemeinden und Landkreise: StadtNeumarkt in der Oberpfalz, Stadt Bensheim, Landkreis Osnabrück, Kreis Steinfurt, Stadt Frankfurt am Main, Stadt Kempten (Allgäu), Stadt Herten, Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, Region Hannover, Landeshauptstadt Hannover, Stadt Göttingen, Stadt Rheine, Hansestadt Rostock, Gemeinde Burbach, Stadt Heidelberg, Stadt Osnabrück, Stadt Flensburg, Kommunaler Zusammenschluss St. Ingbert und der Landkreis Marburg-Biedenkopf.
Die erste Runde der Förderung der „Masterplankommunen“ läuft dieses Jahr aus. BürgermeisterInnen, Landräte und VertreterInnen von Kommunen tauschen sich aus diesem Anlass im Bundesumweltministerium zu den Lösungen und Erfolgen im kommunalen Klimaschutz aus. Die Kommunen und das BMU wollen weiter im Dialog bleiben. Im Jahr 2016 haben sich zudem weitere 22 Kommunen für eine Förderung qualifiziert, die noch bis Mitte 2020 läuft.
Das Bundesumweltministerium hat anlässlich des Abschlusses der ersten Förderrunde eine Broschüre mit dem Titel „Masterplankommunen: Vorbilder für den Klimaschutz“ veröffentlicht, die heruntergeladen oder bestellt werden kann. Die dort vorgestellten guten Beispiele sollen zur Nachahmung anregen.
Wuppertal, dieStadt der weltberühmten Schwebebahn Kultur-und Wirtschaftszentrum des Bergischen Landes 360.000 Einwohner, Universitätsstadt sucht für den Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bauen, Verkehr und Umwelt
eine/n Mobilitätsmanager/in für den Klimaschutz
Das Aufgabengebiet umfasst schwerpunktmäßig:
- Erarbeitung von Angeboten der Nahmobilität und Nahversorgung in Kooperation mit den Akteuren
- im Quartier
- Organisation von Veranstaltungen (Planung, Durchführung und Nachbereitung)
- Fachliche Unterstützung und Beratung im Bereich der Umwelt-/Klimabildung und Nahmobilität
- Öffentlichkeitsarbeit (u.a. Erstellung von Flyern, Vorbereitung von Pressegesprächen, Darstellung
- des Vorhabens im Internet)
- Netzwerkarbeit im Quartier
- Finanztechnische Abwicklung des Vorhabens (Durchführung von Vergabeverfahren,
- finanztechnisches Controlling)
- fördertechnische Abwicklung des Vorhabens
Vorausgesetzt werden:
- ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium, vorzugsweise mit Bezug zur Umwelt-/Klimabildung
- und Nahmobilität
- Hohe persönliche und fachliche Kompetenz; dabei insbesondere die Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen, konsensorientiert zu kommunizieren und komplexe Sachverhalte aufzubereiten und für die Allgemeinheit anschaulich und gut verständlich, bei Kindern altersgerecht darzustellen.
- Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Vereinen/Bürgerinnen und Bürgern, der Netzwerkarbeit
- und Veranstaltungsorganisation sind von Vorteil
- Erfahrungen im Bereich der öffentlichen Verwaltung vor allem im Hinblick auf Fördervorhaben sind
- von Vorteil
Es handelt sich um eine im Rahmen des Förderprogramms „Kurze Wege“ für den Klimaschutz der Nationalen Klimaschutzinitiative für Angebote zur Realisierung klimaschonender Alltagshandlungen auf Nachbarschaftsebene neu einzurichtende Stelle.
Die Stelle ist vorbehaltlich des positiven Zuwendungsbescheides für die Dauer von 2 Jahren zu besetzen.
Eine Weiterbeschäftigung über diesen Zeitraum hinaus ist im Rahmen von weiteren Förderprojekten nicht ausgeschlossen.
Die Stelle ist nach Entgeltgruppe 11 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) bewertet und ist mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von 39 Stunden zu besetzen.
Die Besetzung der Stelle ist auch mit Teilzeitkräften möglich, wobei durch Vereinbarung sichergestellt werden muss, dass eine ganztägige Präsenz am Arbeitsplatz gegeben ist.
Die Tätigkeit ist nach erfolgter Einarbeitung für Telearbeit geeignet, sofern die Voraussetzungen der „Dienstvereinbarung über die alternierende häusliche (Tele-) Arbeit“ der Stadt Wuppertal erfüllt sind.
Die Stadt Wuppertal fördert die Gleichstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und begrüßt deshalb Bewerbungen von Personen, unabhängig von deren ethnischer, kultureller oder sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität Die Stadt Wuppertal hat sich die berufliche Förderung von Frauen zum Ziel gesetzt.
Daher ist die Bewerbung von Frauen ausdrücklich erwünscht. Als familienfreundlicher Arbeitgeber nimmt die Stadt Wuppertal am Audit Beruf und Familie teil. Bewerbungen geeigneter Schwerbehinderter wird mit Interesse entgegengesehen.
Für Informationen und Rückfragen stehen Ihnen Frau Stamm, (Telefon: 0202/563-5478) und Frau Valdix, Haupt- und Personalamt, (Telefon: 0202/563-6033; E-Mail: ursula.valdix@stadt.wuppertal.de), gern zur Verfügung
Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis 28.09.2018 schriftlich an:
Stadtverwaltung Wuppertal
Haupt- und Personalamt (404.4), z. H. Frau Valdix
Johannes-Rau-Platz 1
42275 Wuppertal
Erfrischende Idee für die Klimaanpassung: „Brumisateur“ wird beim Beachvolleyballturnier auf dem Burgplatz getestetBeim Beachvolleyballturnier auf dem Burgplatz von Freitag, 22., bis Sonntag, 24. Juni, je 14 bis 18 Uhr, testet die Landeshauptstadt Düsseldorf eine Wasserzerstäubungsanlage – zu französisch: Brumisateur. Die Testanlage steht am Umweltinfozentrum, Unteres Rheinwerft 30, Höhe Schulstraße. Darüber hinaus informieren Fachleute des Umweltamtes über die Hintergründe des Brumisateurs, den Klimawandel und die Klimaanpassung in Düsseldorf. Anhand von Karten können die Düsseldorfer erfahren, wie stark die Hitzebelastung an ihrem Wohnort bereits jetzt ist und in Zukunft sein wird.
In französischen Großstädten kann man Brumisateure in der Sommerzeit schon lange sehen und genießen: Sie stehen auf Plätzen und entlang von Promenaden und kühlen die Menschen, ohne dass diese „nass“ werden. Die nur in den Sommermonaten installierten Anlagen erfreuen sich in unserem Nachbarland großer Beliebtheit und ziehen Menschen während Hitzeperioden magisch an.
„Es ist unser Ziel, die hohe Lebensqualität und Standortattraktivität von Düsseldorf auch in Zeiten des Klimawandels zu bewahren. Der Brumisateur ist dabei eine von vielen Ideen, um den Düsseldorfern bei zunehmenden Hitzewellen Kühlung im öffentlichen Raum anzubieten“, erläutert Umweltdezernentin Helga Stulgies. Denn der Klimawandel und seine Auswirkungen sind bereits heute in Düsseldorf spürbar: In den letzten 50 Jahren ist die mittlere Lufttemperatur bereits um rund 1 Grad/Celsius gestiegen und die Zahl der heißen Tag mit Tageshöchstwerten über 30 Grad/Celsius hat sich erhöht. In Zukunft werden in Düsseldorf häufigere und länger andauernde Hitzeperioden erwartet. Auch die Zahl der Tropennächte, in denen sich die Lufttemperatur nicht mehr unter 20 Grad abkühlt, wird zunehmen.
Daher hat die Stadt Düsseldorf ein Klimaanpassungskonzept auf den Weg gebracht. 15 Schlüsselprokjekte zeigen den Weg auf, um die Widerstandsfähigkeit der Stadt gegenüber Klimaveränderungen wie zunehmende Hitze und Starkregen zu stärken. Mehr zum Klimaanpassungskonzept steht online unter
Die Europäische Mobilitätswoche (kurz: EMW) ist eine Initiative für nachhaltige Mobilität und findet jedes Jahr im Zeitraum vom 16. bis 22. September statt. Auch die Stadt Ratingen nimmt in diesem Jahr im Rahmen des Klimaschutzmanagements an der EMW teil. Ganz nach dem Motto des neuen Klimaschutz-Logos „Klimaschutz in Ratingen – Vor Ort aktiv“ haben sich zahlreiche Akteure der Stadtgesellschaft, Vereine und Verbände zusammengeschlossen, um gemeinsam eine Aktionswoche auf die Beine zu stellen. Die Hauptorganisation liegt in den Händen der städtischen Klimaschutzmanagerin Elena Plank: „Wir wollen in der Woche zeigen, welche Möglichkeiten es in Ratingen gibt und was wir vor Ort schon alles erreicht haben.“
Dank der vielseitigen Beteiligung unterschiedlicher Akteure wird das Programm in der EMW für Ratingen sehr abwechslungsreich. Es werden Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops zu den verschiedenen Themen – zum Beispiel nachhaltige Verkehrsentwicklung, Elektromobilität und Fahrradverkehr – angeboten. Und wer sich nicht nur mit der Theorie beschäftigen will, sondern die nachhaltige Mobilität auch praktisch erleben möchte, kann an den angebotenen Fahrradtouren und Wanderungen teilnehmen.
Den Auftakt zur Aktionswoche am Sonntag, 16. September, bildet eine Klima-Fahrradtour des ADFC und der Dokumentarfilm „bikes vs cars“ im Kino Ratingen. Am Samstag, 22. September, endet die EMW mit einem gemeinsamen Aktionstag: Von 9 bis 17 Uhr werden auf dem Parkplatz Kirchgasse verschiedene Aktions- und Informationsstände rund um das Thema der nachhaltigen Mobilität aufgebaut. E-Bikes, Pedelecs und Lastenräder können getestet werden. Wer mit dem eigenen Fahrrad anreist, kann dieses in der mobilen Fahrradwaschanlage reinigen lassen. Außerdem können Elektro-, Gas- und Brennstoffzellenfahrzeuge angeschaut werden.
Wer in diesen Tagen Post von der Stadtverwaltung Ratingen erhält, wird auch auf diesem Wege auf die Aktionswoche aufmerksam gemacht: Ab sofort versendet die Stadt ihre Briefe und Schreiben mit einem aufgedruckten Hinweis zur Europäischen Mobilitätswoche!
Weitere Informationen und Details zum Programm werden in Kürze veröffentlicht und auch auf der städtischen Internetseite zum Klimaschutz unterwww.klimaschutz-ratingen.debereitgestellt. Bei der Stadtverwaltung steht für weitere Fragen die Klimaschutzmanagerin Elena Plank, Tel. (02102) 550-6732, E-Mail:elena.plank@ratingen.de, zur Verfügung.
Kommunale Dienste
Stadt Ratingen
Klimaschutzbeauftragte (m/w/i)
Die Stadt Lüdenscheid (ca. 76.000 Einwohner) – Kreisstadt im Märkischen Kreis – sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für den Fachdienst Umweltschutz und Freiraum eine Klimaschutzbeauftragte (m/w/i).
Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt unbefristet zu besetzen.
Je nach Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen ist eine Eingruppierung bis in die Entgeltgruppe 12 TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst) möglich.
Es handelt sich um eine Vollzeitstelle mit derzeit 39 Wochenstunden für Tarifbeschäftigte.
Um dem Klimawandel lokal zu begegnen, wurde für die Stadt Lüdenscheid ein Klimaschutzkonzept entwickelt. In den letzten fünf Jahren wurde bereits ein Teil der darin vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt. Die bislang noch nicht realisierten Themen, insbesondere die Förderung der Elektromobilität, sollen zukünftig bearbeitet werden.
Die Begleitung der Umsetzung dieser Maßnahmen soll durch eine/n Klimaschutzbeauftragte/n erfolgen. Darüber hinaus sollen Handlungsempfehlungen und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel erarbeitet werden.
Die Stelle beinhaltet folgende Aufgaben:
- Steuerung des gesamten Projekts,
- Netzwerkbetreuung und Koordinierung der Akteure,
- Begleitung der Akteure bei Planung, Strategieentwicklung und Realisierung ihrer Maßnahmen und Teilprojekte,
- Fortschreibung der CO2-Bilanz,
- Vorbereitung politischer Beschlussfassungen,
- Berichterstattung in den umweltrelevanten Gremien,
- Mediale Begleitung,
- Entwicklung und Implementierung eines Controllingsystems.
Ihr fachliches Kompetenzprofil:
- Abgeschlossenes Ingenieurstudium oder naturwissenschaftliches Studium (Dipl. Ing. / Bachelorabschluss) mit einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern mit nachgewiesenem Studiumsbezug in den Bereichen Energie / Umwelt / Klimaschutz.
Darüber hinaus sind Berufserfahrungen in den Bereichen Energie / Umwelt / Klimaschutz wünschenswert.
Ihr persönliches Kompetenzprofil:
- Sie bringen ein hohes Maß an Tatkraft und Durchsetzungsvermögen mit,
- Sie verfügen über fundierte Kenntnisse im Klimaschutz und in der Energieeffizienz,
- Sie haben Erfahrungen in den Bereichen Moderation, Kampagnenentwicklung und Beratung,
- Sie besitzen eine ausgeprägte Teamfähigkeit und Kommunikationskompetenz,
- Sie verfügen über Verhandlungsgeschick, Flexibilität, Organisationstalent und Einsatzbereitschaft,
- Sie sind im Besitz des Führerscheins der Klasse B und haben die Bereitschaft, das private Fahrzeug für dienstliche Zwecke einzusetzen. Die Erstattung der Kilometerentschädigung erfolgt nach dem Landesreisekostengesetz.
Wir bieten:
- Eine unbefristete Beschäftigung,
- Arbeitszeiten im Rahmen von Gleitzeit,
- Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Weitere Informationen:
Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind willkommen und werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt.
Die Stadt Lüdenscheid setzt sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer ein. Eine Teilung dieser Stelle wird daher grundsätzlich ermöglicht.
Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht; Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.
Ihre Fragen zu den in der ausgeschriebenen Stelle zu erfüllenden Aufgaben beantwortet Herr Badziura, Tel.: 02351 / 17-1571.
Ihre Fragen – bezogen auf Ihre individuelle personalrechtliche Situation – beantwortet der Fachdienst Personal, Frau Ripka, Tel.02351 / 17-1529.
So bewerben Sie sich:
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 02.09.2018 per E-Mail (maximal 10 MB pro E-Mail; (Sortierung: Bewerbungsschreiben, tabellarischer Lebenslauf, Abschlusszeugnisse, sonstige Bescheinigungen und Nachweise) als ein mehrseitiges PDF-Dokument an folgende Adresse:
Sie können Ihre Bewerbung auch schriftlich an die Stadt Lüdenscheid, Fachdienst Umweltschutz und Freiraum, z. Hd. Herrn Badziura, 58505 Lüdenscheid senden. Bitte senden Sie mir nur Kopien Ihrer Unterlagen. Die Unterlagen können nur zurückgesandt werden, wenn ihnen ein ausreichend frankierter und mit Ihrer Adresse versehener Rückumschlag beiliegt. Anderenfalls werden diese nach Abschluss des Verfahrens ve
